{"id":9,"date":"2020-01-28T13:49:08","date_gmt":"2020-01-28T13:49:08","guid":{"rendered":"https:\/\/hesstheol.ch\/?page_id=9"},"modified":"2026-03-19T15:31:50","modified_gmt":"2026-03-19T15:31:50","slug":"blog-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hesstheol.ch\/index.php\/blog-2\/","title":{"rendered":"Blog"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Kirche hat Zukunft<\/h2>\n\n\n\n<p>Habt keine Angst! Die Mitgliederzahlen und Finanzen werden nicht ins Bodenlose fallen.<\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Kirche-hat-Zukunft.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von Kirche hat Zukunft.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-2ae14969-68f1-4c9a-b412-8030d0b51f07\" href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Kirche-hat-Zukunft.pdf\">Kirche hat Zukunft<\/a><a href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Kirche-hat-Zukunft.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-2ae14969-68f1-4c9a-b412-8030d0b51f07\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Finanzprobleme der Kirche<\/h2>\n\n\n\n<p>Viele Kirchgemeinden haben aktuell grosse finanzielle Sorgen, weil viele Mitglieder austreten und der Steuerertrag bedrohlich zur\u00fcckgeht, so dass die bisherigen Leistungen und Angebote in den n\u00e4chsten Jahren nicht mehr finanziert werden k\u00f6nnen. Das muss zu schmerzhaften Anpassungen f\u00fchren. Wo aber Einsparungen gemacht werden sollen und k\u00f6nnen, ist umstritten. Ich habe versucht, die Probleme aus einem historischen Blickwinkel zu betrachten und damit etwas zu relativieren. <\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Die-Finanzprobleme-der-Kirche.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von Die Finanzprobleme der Kirche.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-e8e0db63-2623-46be-bf8e-b3b67b19f071\" href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Die-Finanzprobleme-der-Kirche.pdf\">Die Finanzprobleme der Kirche<\/a><a href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Die-Finanzprobleme-der-Kirche.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-e8e0db63-2623-46be-bf8e-b3b67b19f071\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Kirchenreform<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meine Erfahrungen und Empfehlungen f\u00fcr eine Reform der Kirche und f\u00fcr vitalere Gemeinden habe ich in 11 Merkpunkten zusammengefasst. Fusionen &#8211; in Einzelf\u00e4llen eventuell n\u00f6tig oder sinnvoll &#8211; sind grunds\u00e4tzlich kein Heilmittel in der schwierigen Situation der Kirche. Um den Niedergang zu bremsen und den Trend umzukehren, m\u00fcssen aussenstehende Menschen angesprochen, positiv ber\u00fchrt und zum Mittun animiert werden. Das kann zur Hauptsache nicht mehr in kirchlichen Strukturen, Formaten und R\u00e4umen geschehen. Die haben f\u00fcr Aussenstehende ihre Attraktivit\u00e4t fast vollkommen eingeb\u00fcsst und sind sogar negativ konnotiert. <\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Kirchenreform-11-Merkpunkte.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von Kirchenreform-11 Merkpunkte.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-1238cb60-c87b-4191-8296-c318cfdd60be\" href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Kirchenreform-11-Merkpunkte.pdf\">Kirchenreform-11 Merkpunkte<\/a><a href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Kirchenreform-11-Merkpunkte.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-1238cb60-c87b-4191-8296-c318cfdd60be\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kirche erneuern II<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Einsichten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die \u00abnormalen\u00bb Gottesdienste sind in den meisten Gemeinden nur noch sehr schlecht besucht, von wenigen sehr grauen H\u00e4uptern, die eins nach dem anderen wegsterben. Ersetzt werden sie nur von vereinzelten \u00abyoungsters\u00bb im fortgeschrittenen Alter. Der R\u00fcckgang in den letzten Jahrzehnten ist erschreckend. (Ausnahmen sind ein paar wenige, fundamentalistisch-evangelikale Gemeinden mit regionaler Ausstrahlung und einige Freikirchen).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>F\u00fcr die weitaus meisten (noch) Kirchenmitglieder geh\u00f6rt der Gang zur Predigt nicht mehr zu ihrem Leben. Noch nicht ausgetreten zu sein, ist ein letztes Bindeglied. Einige davon machen noch bei diakonischen Aufgaben mit, z.B. beim Suppe verteilen am Suppentag f\u00fcr einen guten Zweck.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Viele Kinder werden nicht mehr getauft. Der soziale Druck dazu ist weggefallen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Viele Paare werden nicht mehr kirchlich getraut \u2013 und wenn, die meisten nur wegen des filmreifen Rahmens in einer alten Kirche (in \u00abmodernen\u00bb eher nicht).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Den Konfirmandenunterricht besuchen viele Jugendliche nicht mehr. Von den verbleibenden die meisten noch aus Konvention, der Eltern wegen und wegen der f\u00fcrstlichen Geschenke von Paten und Angeh\u00f6rigen. Die wenigsten aus Interesse an der Sache \u2013 und wenn, an welcher Sache (was sind verbreitete, \u00aberfolgreiche\u00bb Unterrichtskonzepte)?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In j\u00fcngster Zeit, speziell infolge der Corona-Situation, werden auch kirchliche Abdankungen massiv weniger nachgefragt. Das Sterben und von Verstorbenen Abschied nehmen wird nicht mehr als eine kirchliche oder gesellschaftliche Sache verstanden, sondern vorab als private, famili\u00e4re, ausser die Verstorbene ist eine bekannte Person des \u00f6ffentlichen Interesses oder mit anerkannt grossen Leistungen &nbsp;gewesen und als solche noch bekannt, und\/oder die Familie will sich anhand dieser Situation als besonders wichtig darstellen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Die Kirchenreform 26\/30 im Aargau \u2013 und Kirchenreform generell<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Bericht im a+o Nr. 3, M\u00e4rz 2023, S. 10f., sind viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der \u00abMitreden!\u00bb-Anl\u00e4sse wenig zuversichtlich, dass diese Kirchenreform viel bringen wird. Sie beklagen die Theologielastigkeit an den Anl\u00e4ssen, das heisst wohl, dass sie lieber ohne oder sogar gegen die Theologie etwas ver\u00e4ndern m\u00f6chten an der Kirche, aber was? An der Basis \u2013 oder <em>auch<\/em> an der Basis \u2013 nehmen offenbar Leute mit ganz verschiedenen, vorgefassten Meinungen teil, die f\u00fcr sie eigentlich nicht verhandelbar sind. Viele wollen gar nicht viel ver\u00e4ndern (Insider?). Gibt es \u00fcberhaupt andere Teilnehmer als Insider?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich stelle auch in Kirchenpflegen fest, dass da mehrheitlich Menschen mitwirken, die \u00fcber die eigentlichen Inhalte und Aufgaben der Kirche (theologisch) kaum mehr eine Ahnung haben, z.T. katholisch sozialisiert wurden oder mit Fun und Fensterplatz durch den Unterricht gegangen sind. Sie haben kaum Kenntnisse \u00fcber biblische Inhalte oder die Kirche, die \u00fcber allgemeine Meinungen und Vorurteile aller Menschen hinausgehen. Sie sind der Kirche gegen\u00fcber noch ziemlich positiv eingestellt, besuchen aber selber auch keinen Gottesdienst, ausser wenn sie dort eine Funktion als Kirchenpflegemitglied erf\u00fcllen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sind Fragen zum Gottesdienst sinnvoll?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fragen stellen die Verantwortlichen der Redaktion a+o nur oder vor allem zum Gottesdienst, die Fragen von Bernd Berger und Matthias Zeindler im \u00abEnsemble\u00bb vom August 2022, Fragen zu pers\u00f6nlichen Vorlieben, Musikstil, Gottesdienstort, wie, warum und dass sie sich angesprochen und beheimatet f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:25px\"><strong>Thesen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:15px\"><strong>Beginnend mit dem Gottesdienst l\u00e4sst sich Kirche nicht erneuern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man kann meiner Meinung nach nicht mit einem besseren, attraktiveren, anderen Gottesdienst(stil) wieder mehr und andere Leute ansprechen und dazu animieren, dass sie regelm\u00e4ssig zum Gottesdienst kommen. Das ist illusorisch. Der Megatrend in der Gesellschaft spricht dagegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ansetzen muss man an einem ganz anderen Ort:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei der Diakonie und bei der Bildung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:16px\">Die Kirche muss durch ihre <strong>diakonische Praxis<\/strong> auffallen und Interesse wecken, bei den Menschen, die durch das soziale Engagement der Kirche&nbsp; anzusprechen und zu sensibilisieren sind. Die diakonische Praxis der Kirche darf sich nicht im \u00abSuppentag\u00bb und in der Altersarbeit (Seniorenanl\u00e4sse und -besuche) und eventuell noch in einem Beitrag an die regionale Jugendarbeit ersch\u00f6pfen. Da geh\u00f6rte eindeutig noch mehr und noch anderes dazu, auch um \u00fcberhaupt damit aufzufallen und Aufsehen zu erregen. (N.B.: Ich habe 7 Jahre mit Pfr. E. Sieber zusammengearbeitet)<\/p>\n\n\n\n<p>Anschliessend daran geht es darum, den Hintergrund zu erkl\u00e4ren, die kirchliche, glaubensm\u00e4ssige und theologische Basisbildung nachzuholen. Da besteht ein riesengrosser Nachholbedarf. Speziell die reformierte Kirche kann niemals auf ansprechender Liturgie und auf \u00abhilfreiche\u00bb Religiosit\u00e4t aufbauen. Reformierte Kirche ist im Wesentlichen nicht Liturgie sondern Nachfolge, und <strong>Nachfolge braucht Wissen<\/strong>, Kenntnisse, Bildung und reflektierte \u00dcberzeugung mit Jesus und seiner Botschaft auf dem richtigen Weg zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade in der modernen, aufgekl\u00e4rten, individualisierten und s\u00e4kularisierten Welt heute ist diese Grundlage unerl\u00e4sslich. Einfach mitlaufen aufgrund gesellschaftlicher oder kirchlicher Konvention geht nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Und erst darauf aufbauend kann die Einsicht reifen, <strong>dass es so etwas wie Kirche braucht und so etwas wie Gottesdienst,<\/strong> dass Christsein als Einzelmaske nicht geht, dass das Gebet, das Abendmahl und die biblische Bildung dauernd zu einem praktizierenden Christsein dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich frage mich, ob der angestossene Reformprozess im Aargau nicht einen Konstruktionsfehler hat. Basisdemokratische Mitwirkung in Ehren. Das kann schon Hinweise geben. Es eignet sich vor allem, um die Fragestellung zu kl\u00e4ren. Um reflektierte Antworten zu geben in Bezug auf die Aufgaben, Inhalte und Strukturen der Kirche eignet es sich sehr wahrscheinlich eher weniger. Was es den <em>Kevin<\/em> oder die <em>Mia<\/em> d\u00fcnkt, darf da nicht zu viel Gewicht haben. In diesem Reformprozess ist bisher nicht zu viel Theologie involviert, wie es einige d\u00fcnkt, sondern eindeutig zu wenig.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Kirche erneuern I<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-724cb22c-9108-4a45-8548-9849c0e705ef\" href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Die-Kirche-erneuern.pdf\">Die-Kirche-erneuern<\/a><a href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Die-Kirche-erneuern.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-724cb22c-9108-4a45-8548-9849c0e705ef\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zum Ukraine- und Propagandakrieg<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die kommunistische Sowjetunion ist 1989 zerfallen. &#8211; Wer war schuld daran? <\/p>\n\n\n\n<p>Der Zerfall der Sowjetunion hat viel ver\u00e4ndert, im Osten und im Westen. Diese Ver\u00e4nderungen waren faktisch &#8222;unwillk\u00fcrlich&#8220; und kaum beeinflussbar, weder im Osten noch im Westen. Sie wurden sogar erst im Nachhinein langsam sichtbar und analysierbar, wenn man sie \u00fcberhaupt beachten wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die L\u00e4nder, die damals ihrem eigenen Empfinden nach und im westlichen Verst\u00e4ndnis frei und selbst\u00e4ndig geworden sind, wie Polen, die Ukraine, die baltischen Staaten und andere, haben sich selber vehement dem Westen zugewandt und Schutz in der Nato gesucht oder suchen es noch. &#8211; Wer kann es ihnen verdenken? Sie wurden zuvor jahrzehntelang von &#8222;Russland&#8220; unterdr\u00fcckt und ausgebeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr viele Leute in Russland und in den ehemals von der Sowjetunion dominierten L\u00e4ndern war es unter der kommunistischen Herrschaft &#8222;nicht nur schlecht&#8220;, oder es erscheint ihnen wenigstens im Nachhinein so, sogar im Osten Deutschlands; dies aus verschiedenen Gr\u00fcnden, f\u00fcr einige aus materiellen, f\u00fcr andere aus ideologischen, kulturellen und nostalgischen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Russinnen, &#8222;Russland&#8220; und Putin empfinden die Ver\u00e4nderungen durch den Zusammenbruch der Sowjetunion als Verlust, Deprivation, ein in ihren Augen &#8222;unverdienter&#8220; Macht- und Bedeutungsverlust als &#8222;Weltmacht&#8220;. &#8211; Wer ist an diesem, <strong>ihrem Gef\u00fchl <\/strong>&#8222;schuld&#8220; oder verantwortlich?<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt hat sich &#8222;Russland&#8220; unter Putin mit einem brutalen Krieg versucht, das zur\u00fcckzuholen, was ihnen ihrem Gef\u00fchl nach (vom Westen &#8211; ist das so?) &#8222;genommen&#8220; worden ist. Und sie versuchen es weiter, und erkl\u00e4rtermassen geht es ihnen dabei nicht nur um die Ukraine, aber die zuerst.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele &#8211; unverst\u00e4ndlicherweise auch kluge Leute &#8211; &#8222;verstehen&#8220; das und verstehen &#8211; im Jahr 2023! -, dass &#8222;Russland&#8220; mit einem furchtbaren Angriffskrieg, mit furchtbarsten Kriegsgr\u00e4ueln und Kriegsverbrechen, gegen das V\u00f6lkerrecht, das Kriegsrecht und die Menschenrechte ein seit mehr als 30 Jahren selbst\u00e4ndiges Nachbarland angreifen, zerst\u00f6ren und sog. &#8222;entnazifieren&#8220; also russifizieren wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist unglaublich und f\u00fcr mich unverst\u00e4ndlich. Das darf auch keinesfalls so enden, dass sich die Ukraine unterwerfen und aufgeben m\u00fcsste. Das ist ganz gewiss keine friedenschaffende &#8222;L\u00f6sung&#8220; mit Zukunft. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kann man diesen Krieg beenden und Frieden schaffen? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kein vern\u00fcnftiger Mensch will diesen Krieg. Niemand? Putin und &#8222;Russland&#8220; wollen ihn, haben ihn angefangen und f\u00fchren ihn kompromisslos und um jeden Preis &#8222;bis zum Ende&#8220;. Wie kann es zu diesem Ende kommen, wenn keine Seite aufgeben will? F\u00fcr die Ukraine geht es um ihre pure Existenz. F\u00fcr &#8222;Russland&#8220; geht es erkl\u00e4rtermassen sogar um mehr als &#8222;nur&#8220; um die Ukraine. F\u00fcr Putin geht es um die ganze Gr\u00f6sse und Hegemonie Russlands in der Welt. Das heisst wohl: Der Krieg insgesamt ist nicht zu stoppen, solange &#8222;Russland&#8220; dieses Ziel hat. Das ist ein unvern\u00fcnftiges Ziel. Deutschland k\u00f6nnte ja auch die &#8222;R\u00fcckeroberung&#8220; von K\u00f6nigsberg, Schlesien und Hinterpommern milit\u00e4risch anstreben wollen und die T\u00fcrkei zum Beispiel das ganze Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reichs. Und China ist weiter auf die Eroberung von Taiwan aus, das fr\u00fcher einmal zum chinesischen Kaiserreich geh\u00f6rt hat, der kommunistischen, sog. Volksbefreiungsarmee aber erfolgreich Widerstand geleistet hat. Das kann und darf alles im 3. Jahrtausend keine politische und milit\u00e4rische Option mehr sein &#8211; im Prinzip &#8211; und wird von einigen L\u00e4ndern doch angestrebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen hilft ein kopfloser, wenig durchdachter und naiver Pazifismus und Aufrufe zum &#8222;Frieden&#8220; nichts. Das hilft nur dem Recht des St\u00e4rkeren. Dem Recht des St\u00e4rkeren muss widerstanden werden, um ihm den Durchbruch zu verunm\u00f6glichen. Dazu ist leider in der nicht idealen, realen Welt unter Umst\u00e4nden Verteidigung des Landes durch Waffengewalt einer Armee n\u00f6tig. Es hat keinen Sinn, davor die Augen zu verschliessen und illusion\u00e4re Idealismen zu beschw\u00f6ren. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Krieg ist aber nicht das einzige, starke Mittel, um diesem Recht des St\u00e4rkeren Paroli zu bieten. Statt naiv, unsachlich und kurzschl\u00fcssig dazu das Wort aus der Bergpredigt vom Hinhalten auch der anderen Backe zu zitieren, wie es eben ein Kollege in der Zeitung gemacht hat, sollte man meine Auslegung dazu in Betracht ziehen, s. zB. <a href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/index.php\/biblisch-theologische-beitraege\/\" data-type=\"page\" data-id=\"64\">Biblisch-theologische Beitr\u00e4ge<\/a>, Wissen \u00fcber Jesus, Seite 31-34. <\/p>\n\n\n\n<p>Beim Wort in der Bergpredigt geht es um pers\u00f6nliche Auseinandersetzungen, nicht um eine milit\u00e4rische Gewalteskalation zwischen L\u00e4ndern und V\u00f6lkern. Das ist nicht dasselbe. Allerdings k\u00f6nnen auch in diesem Bereich analoge, kreative und wirksame Strategien entwickelt und angewendet werden. Leitmotiv dabei muss die Nonkooperation mit dem B\u00f6sen sein. Dazu d\u00fcrften auch die getroffenen Sanktionen geh\u00f6ren. Diese Nonkooperation mit dem B\u00f6sen m\u00fcsste wohl noch konsequenter und kompromissloser sein, auch wenn sie einem selber schadet. Aber vertrete das mal jemand gegen\u00fcber dem stupiden Denken der Mehrheit. Im Klartext: Die sogenannt &#8222;gewaltlosen&#8220; Mittel haben es schwer, von einer Mehrheit akzeptiert zu werden. Wo milit\u00e4rische Gewalt Platz gegriffen hat, muss leider in einem ersten Schritt mit derselben Gewalt dagegen gehalten werden. In einem weiteren Schritt k\u00f6nnen eventuell andere Machtmittel dazu beitragen, dass mehr Vernunft einkehrt und dass gemeinsam eine L\u00f6sung auf Basis einer anerkannten Rechtsordnung gesucht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr alle Menschen und L\u00e4nder, welche die geltenden Rechtsordnungen sch\u00e4tzen und respektieren wollen, steht &#8222;Russland&#8220; jetzt am Pranger und wird ge\u00e4chtet, wahrscheinlich auf lange Dauer. Wie lange das Ringen der Systeme und Weltsichten auch dauert, das Ende und die langandauernde, geschichtliche \u00c4chtung wird f\u00fcr Russland so massiv und so tragisch herauskommen, wie nach dem 2. Weltkrieg f\u00fcr Deutschland als Erbe von &#8222;Nazideutschland&#8220;. Es droht &#8222;Russland&#8220; auch auf Dauer von &#8222;Europa&#8220; auszugrenzen. Das ist weltgeschichtlich tragisch. Von Zar Peter an hatte Russland ja trotz allen Kriegen und Umst\u00fcrzen umgekehrt eine N\u00e4he und \u00d6ffnung zu Europa hin gesucht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der verkannte Rabbi<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Jesus ist vorschnell in die Dogmatik \u00fcberf\u00fchrt und kirchlich domestiziert worden. F\u00fcr viele Gl\u00e4ubige ist er damit zu einer Art verk\u00fcrzter \u00abChiffre\u00bb f\u00fcr das geworden, was sie als \u00abrechten Glauben\u00bb betrachten. Eine Folge davon ist, dass sie die Grundlagentexte in der Bibel durch eine eigenartige Brille zu betrachten gewohnt sind, die eingef\u00e4rbt ist mit dem Filter ihrer je eigenen dogmatischen Tradition.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reformation hat den dogmatischen Filter der katholischen Tradition durchbrechen und daf\u00fcr die Schrift allein als Grundlage des Glaubens wieder gewinnen wollen. Dieser Versuch ist nur zum Teil gelungen. Es ist auch ein anspruchsvolles Unterfangen. Die Grundlagentexte unvoreingenommen, an der Sache interessiert, mit Entdeckerfreude und lernbegierig zu studieren, setzt einiges voraus. Es ist eine Wissenschaft. \u00abLaien\u00bb daran zu beteiligen, ist l\u00f6blich. Es braucht aber auch f\u00fcr sie eine nicht geringe Bildung und Lernbereitschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Bereitschaft w\u00e4re \u00fcber den verkannten Rabbi Jesus und von ihm \u00fcberaus viel \u00fcberraschend Neues und Wichtiges zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die reformierte Kirche neu zu beleben, braucht Menschen mit dieser Bereitschaft. Die Kirche braucht ein \u00abEmpowerment\u00bb von ihrem Ursprung, ihrer Grundlage und ihrem \u00abGr\u00fcnder\u00bb her, wobei Jesus ja nicht die Kirche gegr\u00fcndet hat, sondern mehr eine Bewegung von Menschen, die er neu gelehrt hat. Es braucht also Menschen mit diesem Bewusstsein, dieser Lernbereitschaft und dieser Bereitschaft zur Nachfolge. Es braucht eine Bewegung von Menschen, die seinen Ruf neu h\u00f6ren: \u00abDu aber komm und folge mir nach!\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirche droht sonst an Nichtwissen und ignoranten Vorurteilen weiter einzugehen. Die klugen, interessierten und bewussten jungen Menschen fehlen ihr. Die noch \u00fcbrig Gebliebenen zumeist \u00e4lteren oder alten Menschen weiter zu betreuen allein reicht nicht. Es braucht eine Erneuerung durch Bildung und Bewusstsein.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Scharfe Kritik an der Kirchgemeinde Kulm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Statement zu den Vorg\u00e4ngen in dieser Kirche im &#8222;Wynentaler Blatt&#8220; vom 15. April 2021 sind im Archiv verschwunden und nicht mehr \u00f6ffentlich greifbar. Darum publiziere ich diese Kritik nun auch hier. Das Problem ist noch l\u00e4ngst nicht gel\u00f6st und nicht ausgestanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa ein Jahr lang hat meine Frau als Kirchenpflegerin und zuvor schon als Mitglied der Pfarrwahlkommission der reformierten Kirche Kulm gedient. Sie hat dabei einen Einsatz von etwa einem halben Arbeitspensum geleistet. Ihr Ressort Liegenschaften ist in der Kirche Kulm sehr aufw\u00e4ndig. Sie haben zwei Kirchen und viele Liegenschaften und Grundst\u00fccke, die zum Teil vermietet und verpachtet sind. Zwei ehemalige Pfarrh\u00e4user wurden von Vormietern in bedenklichem Zustand verlassen und mussten in Stand gestellt, renoviert und einer neuen Nutzung oder Vermietung zugef\u00fchrt werden. Ich selber habe im und um das Unterkulmer Pfarrhaus herum freiwillig Arbeiten ausgef\u00fchrt und dabei nicht einmal Material und Aufwand verrechnet. Die Kirche wird in Zukunft noch mehr auf solch freiwillige Zusatzleistungen angewiesen sein, wie es schon immer der Fall gewesen ist \u2013 in Zukunft auch auf dem Finanzbereich. Meiner Beobachtung nach hat meine Frau ihre Aufgaben in der Kirche Kulm \u00fcberaus gewissenhaft, sachkundig und gut erf\u00fcllt. Die vielen Begegnungen mit Menschen aus der Gemeinde, Handwerkern und Fachleuten haben ihr Freude gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Kreis von Mitarbeitenden und Beh\u00f6rdemitgliedern wurde sie aber \u00fcber Monate hinweg heftig pers\u00f6nlich angegriffen und schikaniert, mit immer neuen Aufgaben bedacht, mit unsachlichen und unrichtigen Vorw\u00fcrfen und Behauptungen \u00fcberh\u00e4uft, allf\u00e4llige Fehler mit der Lupe gesucht, in privaten \u00abBesprechungen\u00bb beschimpft und f\u00e4lschlicherweise als Schuldige f\u00fcr die Konflikte hingestellt \u2013 und zuletzt auch noch in einer vom \u00abBerater\u00bb der Landeskirche geleiteten Sitzung elegant \u00ababserviert\u00bb, sodass eine weitere Zusammenarbeit absolut unzumutbar wurde. Das hat sie tief entt\u00e4uscht und aus ihrer Glaubenshaltung heraus zu einem konsequenten Schritt veranlasst \u2013 nach Jahrzehnten engagierter Mitarbeit in der Kirche! Ich verstehe ihren Schritt vollkommen und w\u00fcrde ihn auch mitgehen, wenn man aus einer einzelnen Kirchgemeinde austreten k\u00f6nnte. Was da geschehen ist \u2013 unter den Augen und der l\u00e4ngeren Begleitung und \u00abBeratung\u00bb der Landeskirche! \u2013&nbsp; ist \u00e4usserst erb\u00e4rmlich und entt\u00e4uschend. Mit den f\u00fcr dieses sch\u00e4ndliche Geschehen verantwortlichen Leuten m\u00f6chte ich nicht mehr an einem Tisch sitzen und nicht im gleichen Atemzug genannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diesen Karren ein weiteres Mal aus dem Dreck zu ziehen, braucht es sehr gute Leute. Es nimmt mich auch wunder, wo sie die hernehmen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manifest zum 1. Mai 2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-6d1f0ba0-f524-4e0a-81f8-c176684cf79b\" href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Manifest-zum-1.-Mai-2020.pdf\">Manifest-zum-1.-Mai-2020<\/a><a href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Manifest-zum-1.-Mai-2020.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-6d1f0ba0-f524-4e0a-81f8-c176684cf79b\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Nochmals etwas zum \u00fcberlegen, nachdenken und einordnen der coronabedingten Fragen und Entwicklungen <\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Statement zur &#8222;Besonderen Lage&#8220; in der Schweiz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Trotz derzeit hohen Ansteckungsraten sind meiner Ansicht nach die Voraussetzungen zur weiteren Aufrechterhaltung der &#8222;Besonderen Lage&#8220; durch den Bundesrat jetzt (Mitte November 2021) nicht mehr gegeben; sie und alle damit zusammenh\u00e4ngenden Vorschriften m\u00fcssten jetzt aufgehoben werden. Das bisherige Regime der Pandemiebek\u00e4mpfung ist auf Dauer kein taugliches Mittel zur St\u00e4rkung der Volksgesundheit. Die nat\u00fcrliche Entwicklung und Bew\u00e4ltigung der Krankheit muss auf Dauer akzeptiert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das gilt f\u00fcr jeden einzelnen Menschen und f\u00fcr die Gesellschaft als Ganzes. Dabei hat jeder Mensch die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr seine Gesundheit zu sorgen, so wie er oder sie es f\u00fcr richtig h\u00e4lt, und der Staat darf nicht ohne Not Grundrechte einschr\u00e4nken; eine solche Not besteht derzeit nach meinem Daf\u00fcrhalten bei uns nicht mehr. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-1216c7fe-9067-433f-991a-aa3d79fa14dd\" href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/\u00dcberlegen-nachdenken-und-einordnen.pdf\">\u00dcberlegen-nachdenken-und-einordnen<\/a><a href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/\u00dcberlegen-nachdenken-und-einordnen.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-1216c7fe-9067-433f-991a-aa3d79fa14dd\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-c7b27476-ee03-4a61-a671-b827c9c75552\" href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Neue-Coronasituation.pdf\">Neue-Coronasituation<\/a><a href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Neue-Coronasituation.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-c7b27476-ee03-4a61-a671-b827c9c75552\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Ein etwas anderer &#8222;Hirtenbrief&#8220; zur Coronakrise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-53395e5b-e58f-40ca-afc3-74d81e7e95d0\" href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Hirtenbrief-Nachdenken-erlaubt.pdf\">Hirtenbrief-Nachdenken-erlaubt<\/a><a href=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Hirtenbrief-Nachdenken-erlaubt.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-53395e5b-e58f-40ca-afc3-74d81e7e95d0\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>Mit den Massnahmen des Bundes und der &#8222;besonderen Lage&#8220;, die der BR am 17. M\u00e4rz 20 verf\u00fcgt hat, kann ich nicht besonders viel anfangen. Ich halte einen Teil der Massnahmen f\u00fcr eine angstbesetzte \u00dcberreaktion, die sich zudem in der Zwischenzeit z.T. auch deutlich als solche erwiesen hat. Trotzdem werden viele der unn\u00f6tigen Massnahmen noch nicht zur\u00fcckgenommen, darunter z.B. die Ausserkraftsetzung vieler b\u00fcrgerlicher Freiheiten und demokratischer Rechte (Einreichung von Initiativen verboten etc.) und auch dem Verbot von Gottesdiensten. Wie viele Ansteckungen sind denn in Gottesdiensten geschehen &#8211; vermutlich keine; jedenfalls sind sie kaum nachweisbar. Ebenso wenig ist eine Wirkung des Verbots nachweisbar &#8211; nebst anderen Verboten. Also im Klartext: Welches Verbot hat wieviele Ansteckungen verhindert? Oder sind jetzt einfach pauschal alle getroffenen Massnahmen &#8211; sinnvolle und unsinnige &#8211; gleichermassen daf\u00fcr verantwortlich, dass es nicht schlimmer gekommen ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt sind die Begr\u00fcndungen der Massnahmen verschoben worden. Zu Beginn wurden die Massnahmen mit dem definierten Ziel erlassen, eine bef\u00fcrchtete, m\u00f6gliche \u00dcberlastung der Spit\u00e4ler zu verhindern. Dem konnte zugestimmt werden, da man ja tats\u00e4chlich \u00fcber die Virulenz des Virus wenig wusste &#8211; h\u00e4tte ja sein k\u00f6nnen, dass es schlimm gekommen w\u00e4re. Die Intensivpflegepl\u00e4tze in den Spit\u00e4lern stehen aber zu 2\/3 leer! Es ist zum Gl\u00fcck nicht so schlimm gekommen. Nun aber werden dieselben Massnahmen im Nachhinein damit begr\u00fcndet, dass <strong>die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung gesch\u00fctzt werden m\u00fcsse und das habe absolute Priorit\u00e4t<\/strong>. Das ist eine ganz neue Argumentation, und die ist nicht wirklich rational und vern\u00fcnftig. Dass die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung jetzt pl\u00f6tzlich auf diese und nur auf diese Weise vom BR gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnte und m\u00fcsste, ist sehr, sehr fraglich. Das kann getrost mit nein beantwortet werden. Das ist keine hinreichende und vern\u00fcnftige Begr\u00fcndung f\u00fcr all diese Massnahmen. Das ist eine aus lauter \u00c4ngsten geborene &#8222;Rationalisierung&#8220; des f\u00e4lschlicherweise, in \u00dcberreaktion eingeschlagenen Kurses; den soll es offenbar &#8222;rechtfertigen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"678\" height=\"448\" src=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Erkrankungen-an-Coronavirus.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-276\" srcset=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Erkrankungen-an-Coronavirus.png 678w, https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Erkrankungen-an-Coronavirus-300x198.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei der Zunahme der Erkrankungen am Coronavirus sehe ich keinerlei Anzeichen, dass die am 17. M\u00e4rz verf\u00fcgten Massnahmen auch nur irgendeinen d\u00e4mpfenden Effekt gehabt h\u00e4tten. Die Kurve sieht ganz genau so aus, wie ich sie schon ganz zu Beginn erwartet habe, ohne Epidemiologe zu sein, n\u00e4mlich mit einer Gauss&#8217;schen Normalverteilungskurve mit dem H\u00f6hepunkt etwa Ende April. Es mag sein, dass sie insgesamt minim abgeflacht verlaufen ist. Sie wird &#8211; mit Naturnotwendigkeit! &#8211; weiter so verlaufen, wie sie muss, wie sie im Wesentlichen gar nicht anders kann. Sie wird Mitte Juni wieder im Bereich gegen Null &#8222;landen&#8220; &#8211; mit oder ohne all die verordneten Massnahmen. Im Gegenteil &#8211; mit wird es h\u00f6chstens noch etwas l\u00e4nger gehen. Es werden aber nicht weniger Patienten betroffen sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie viele werden betroffen sein, respektive wie viele werden an diesem Virus in Verbindung mit andern Krankheiten oder Schw\u00e4chen insgesamt sterben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"441\" height=\"458\" src=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Todesf\u00e4lle-Statistik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-266\" srcset=\"https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Todesf\u00e4lle-Statistik.png 441w, https:\/\/hesstheol.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Todesf\u00e4lle-Statistik-289x300.png 289w\" sizes=\"auto, (max-width: 441px) 100vw, 441px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>An der Grippewelle im Jahr 2015 sind etwa 2500 Leute gestorben, d.h. etwa 1000 mehr als in durchschnittlichen Jahren. In der Statistik oben sieht man, dass die normalerweise eintretenden Todesf\u00e4lle bei den \u00fcber 65-J\u00e4hrigen in diesem Jahr bis Anfang M\u00e4rz an der untersten Grenze oder darunter lagen. Man k\u00f6nnte etwas zynisch sagen: Es bestand fast etwas &#8222;Nachholbedarf&#8220; im Vergleich zum mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt. Im April folgte ein markanter Anstieg aufgrund der Coronainfektionen. Bei den J\u00fcngeren ist der Verlauf trotz Coronavirus ganz normal. Bisher sind den Meldungen gem\u00e4ss etwa 1600 Menschen an diesem Virus gestorben &#8211; die allermeisten davon nicht etwa am Virus allein, sondern im Verbund mit andern Vorerkrankungen oder altersbedingten Schw\u00e4chen. Ohne mich sehr auf die \u00c4ste hinauszulassen, kann ich profezeien, dass es am Schluss etwa doppelt soviele sein werden, d.h. in der ganzen Schweiz vielleicht 500 mehr als eine gr\u00f6bere, saisonale Grippe jeweils fordert. <\/p>\n\n\n\n<p>Sind daf\u00fcr all die Kollateralsch\u00e4den, darunter wohl auch Krankheiten und Todesf\u00e4lle, Depressionen, zu erwartende Konkurse, die Vielen die deswegen arbeitslos oder zu Sozialf\u00e4llen werden, in Kauf zu nehmen und gerechtfertigt? &#8211; Dazu m\u00f6chte ich doch noch ein paar Fragezeichen mehr machen???? &#8211; So etwas h\u00e4tte die Schweizer Bev\u00f6lkerung bei klarem Verstand nie und nimmer zugestimmt. Dass sie es jetzt scheinbar tut, ist nur den von den Beh\u00f6rden provozierten, \u00fcberbordenenden und irrationalen \u00c4ngsten zuzuschreiben. Das wird sich noch r\u00e4chen, sobald es die Leute &#8222;checken&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Von den Virologen und Epidemiologinnen h\u00f6re ich in den Medien kaum je gesicherte, wissenschaftliche Zahlen und Fakten &#8211; nicht einmal die, welche man ganz gewiss aus den bereits vorliegenden Zahlen herauslesen k\u00f6nnte! Stattdessen noch und noch irgendwelche auf die Zukunft bezogenen &#8222;Meinungen&#8220; oder &#8222;Einsch\u00e4tzungen&#8220;. Sie werden von den Journalistinnen ja auch stets danach gefragt. Aber anstatt zu sagen, &#8222;das kann man nicht wissen&#8220;, vermuten sie irgendetwas mit einer Wahrscheinlichkeit, die sie auch nicht definieren, die aber irgendwo im Bereich von 50% liegen muss &#8211; kann sein, kann auch nicht sein. Ich glaube, die leben jetzt wohl daran, dass sie in den Medien so prominent zur Sprache kommen, und die Medien bewirtschaften einfach das Thema ohne erkenntlichen Gewinn f\u00fcr die Medienkonsumenten. Es wird nur noch mehr Angst gesch\u00fcrt und laufend Treueschw\u00fcre zu den Beh\u00f6rden und ihren Massnahmen abgegeben. Mich \u00fcberzeugt das nicht, ganz im Gegenteil: Es macht mich mehr und mehr skeptisch und kritisch in Bezug auf ebendiese.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kirche hat Zukunft Habt keine Angst! Die Mitgliederzahlen und Finanzen werden nicht ins Bodenlose fallen. Die Finanzprobleme der Kirche Viele Kirchgemeinden haben aktuell grosse finanzielle Sorgen, weil viele Mitglieder austreten und der Steuerertrag bedrohlich zur\u00fcckgeht, so dass die bisherigen Leistungen und Angebote in den n\u00e4chsten Jahren nicht mehr finanziert werden k\u00f6nnen. 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